L e s e r b r i e f
Liebe Kolleginnen und Kollegen der BPOLI FRA I, hier mal ein Dankeschön an euch, und ganz speziell an die Kollegen Klug und Lach.
Wieder einmal waren wir im Zeitraum Januar bis April 2010 zur Unterstützung am Flughafen Frankfurt/Main in der BPOLI FRA I. Nunmehr möchten wir auf diesem Wege die Gelegenheit nutzen, uns für wieder einmal gute Betreuung, Unterstützung und Unterbringung in der Zeit unserer Abordnung zu bedanken.
Dass sich diese Fürsorge durch die BPOLI FRA I für die Unterstützungskräfte bezahlt macht, zeigt die hohe Zahl der Kollegen, welche, wenn sie schon in die Abordnung müssen, ihren Dienst am liebsten in der BPOLI FRA I versehen wollen.
PS: Dass die Abordnungen, gerade über einen so langen Zeitraum nicht für jeden schön sind, ist uns auch klar. Doch über die Notwendigkeit dieser Abordnungen haben nicht wir zu entscheiden, jedoch die Umstände sollte man mitgestalten können.
Da davon auszugehen ist, dass diese Abordnungen noch über einen längeren Zeitraum bestehen werden, möchten wir jedoch einmal anregen, über Modelle, wie in der BPOLI FRA I in Frankfurt/Main nachzudenken. Denn nur ein zufriedener Mitarbeiter ist auch ein effektiver Mitarbeiter.
Weiterhin sollten genaue Personalkennzahlen erhoben werden, um eine genaue Planbarkeit und auch Nachvollziehbarkeit der Abordnungen zu erreichen. Auch ist es erstaunlich, dass trotz der Ziele der Neuorganisation, nämlich zum Beispiel der Auflösung der Schattenstrukturen, diese in noch stärkeren Maßen vorhanden sind.
Was ist, wenn man in bestimmte Bereiche schaut? Viele Aufgaben und kein Personal oder keine Dienstposten für Aufgaben, welche jedoch gemacht werden müssen. Somit wird dieses Phantom, welches es bereits vor der Neuorganisation gab, weiterhin bestehen. Eine Decke, welche zu klein ist, wird auch beim Zerren nach allen Seiten, ohne eine Vergrößerung, immer zu klein bleiben. Um diese Mängel zu beseitigen, benötigt man eine effiziente Personalplanung.
Da sich viele Kolleginnen und Kollegen in Gesprächen negativ zu Dienstplangestaltung, Entfernung, Unterbringung in andere Schwerpunktbereiche oder die sogenannten Ballungsgebiete äußern, und auch der Frust über diese Dinge überall spürbar ist, sollte man sich doch fragen: Warum ist das so?
Was ist denn mit der großen Aussage Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Bundespolizei oder unserem LEITBILD in der Bundespolizei?
Beispiel: Am 12. Januar 2010 wurde ein neu eingerichtetes Eltern- Kind-Dienstbüro durch den Präsidenten der Bundespolizeidirektion Stuttgart, Herrn Peter Holzem, persönlich eröffnet. Mit diesem Zimmer wird durch die Bundespolizeidirektion Stuttgart ein weiterer wichtiger Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf getan.
Wenn dieses möglich ist, können dann nicht soziale Belange zur Vereinbarung von Familie und Beruf innerhalb aller Abordnungen Berücksichtigung finden (wie Dienstplangestaltung)? Denn auch die abgeordneten Kollegen haben Verantwortung und Familie in einer Ferne von circa 650 Kilometer und gehen aufgrund der Neuorganisation trotz vorhandener Dienstposten und ihrer sozialen Belange regelmäßig in eine dieser Abordnungen.
Wir rufen euch auf, mal eure Eindrücke über eure Abordnungen in unserem DPolG-Forum festzuhalten.
René Michel und Andreas Spann