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Gespräche zu einer neuen Entgeltordnung

Gespräche mit Bund und Kommunen zu einer neuen Entgeltordnung

Am 27. November 2009 hat sich der sogenannte „8-er Kreis“ zum vierten Mal getroffen. Ziel war es, eine Basis für den Fortgang der Verhandlungen zu einer Entgeltordnung des TVöD zu formulieren.

Grundlage der Gespräche war es, einen ähnlichen Weg zu beschreiten wie aktuell dbb tarifunion und ver.di mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Hier geht es derzeit um die Bereinigung der bisherigen Eingruppierungsmerkmale und Integration dieser Merkmale in die Entgeltgruppen des TV-L. Auch werden hier neue berufliche Entwicklungen berücksichtigt und es wird ein einheitliches Eingruppierungsrecht für Arbeiter und Angestellte angestrebt. Danach ist ein Inkraftsetzen dieser bereinigten Entgeltordnung vorgesehen. In einem zweiten Schritt soll über ein neues Eingruppierungsmodell verhandelt und dieses erprobt werden.

Die Arbeitgeber waren nicht willens, den mit der TdL bereits am 1. März 2009 geeinten wichtigen zweiten Schritt zu vereinbaren. Obwohl dieses Thema seit Jahren besprochen wird, zeigte sich die Arbeitgeberseite überrascht über die Forderung, nach Inkrafttreten einer bereinigten Entgeltordnung eine wirklich neue Entgeltordnung zu vereinbaren. Sie lehnten dies ab.

dbb tarifunion und ver.di forderten als Verhandlungsbasis für den ersten Schritt, dass die materiellen Wirkungen der bisherigen tariflichen Aufstiege wie Zeit-, Tätigkeits- oder Bewährungsaufstiege und der Vergütungsgruppenzulagen erhalten bleiben. Hierbei spielt nach Auffassung der Gewerkschaften das tatsächlich gezahlte Entgeltniveau eine wesentliche Rolle. Auch hierüber konnte mit Bund und Kommunen keine Verständigung erzielt werden. Vielmehr lehnte sie erneut jegliche Konkretisierung zu diesem Thema ab.

Da nach etlichen Gesprächsterminen keinerlei Entgegenkommen seitens der Arbeitgeber zu erkennen war, haben die Gewerkschaften das Gespräch beendet. Es wurde kein weiterer Termin vereinbart.

Da fragt man sich doch, warum klappen die Verhandlungen mit der TdL und warum dann die Bockbeinigkeit bei Bund und Kommunen?
Sichert man sich so etwa zufriedene Beschäftigte?



Bt./02.12.2009


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