Stöhr kündigt „realistische Forderung“ für Einkommensrunde 2010 an
In die Einkommensrunde 2010 wird der dbb mit einer realistischen Forderung gehen. „Unsere Lohnforderung wird realistisch sein, aber nicht bescheiden“, kündigte der Zweite Vorsitzende des dbb und Chef der dbb tarifunion, Frank Stöhr, in der „WirtschaftsWoche“ (Ausgabe vom 14. Dezember 2009) an. „Eine schmale Einkommenserhöhung werden wir nicht akzeptieren.“
Vorstellungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), mehr Geld ausschließlich im Bereich der Leistungsbezahlung zu investieren, erteilte der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion eine Absage. „Geld für leistungsbezogene Bezahlung darf es gerne geben - aber nur on top.“
Stöhr wies zudem auf das Problem des Nachwuchsmangels im öffentlichen Dienst hin: „Wenn die Wirtschaft wieder anzieht, wird die Sogwirkung der Privatwirtschaft noch stärker.“
Die Tarifkommissionen von dbb beamtenbund und tarifunion sowie von ver.di werden die Forderung, mit der sie in die Tarifrunde 2010 für Bund und Kommunen gehen, am 15. Dezember 2009 beschließen und bekanntgeben.