Auf Einladung des Bundesbeauftragten für Inklusion und Teilhabe der DPolG Bundespolizei, Andreas Offenborn, fand vom 5. – 7. Mai 2026 in Berlin eine Arbeitstagung zu aktuellen Themen der Schwerbehindertenvertretungen statt.
Als Gast nahm Frank Richter vom Bundesvorstand teil und überbrachte die Grüße des Bundesvorstandes an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Ein Schwerpunkt der Sitzung war die Nachwuchsgewinnung für die Schwerbehindertenvertretungen. Dabei wurde intensiv darüber beraten, wie künftig mehr Kolleginnen und Kollegen für die verantwortungsvolle Arbeit in den Schwerbehindertenvertretungen gewonnen werden können. Die Teilnehmer waren sich einig, dass insbesondere junge Beschäftigte frühzeitig über die Aufgaben, Rechte und Gestaltungsmöglichkeiten der SBV informiert und motiviert werden müssen. Zudem wurde die Bedeutung eines aktiven Erfahrungsaustausches zwischen langjährigen Mandatsträgern und potenziellen Nachwuchskräften hervorgehoben.
Ebenfalls ausführlich behandelt wurde die Vorbereitung der Schwerbehindertenvertretungswahlen im Jahr 2026. Hierzu soll ein gemeinsamer Aufruf zur aktiven Beteiligung an den Wahlen erstellt werden. Der Aufruf wird sowohl auf der Homepage der DPolG Bundespolizei, als auch in der Zeitschrift „Polizeispiegel“ veröffentlicht. Ziel ist es, frühzeitig für die wichtige Arbeit der Schwerbehindertenvertretungen zu werben, das Interesse an einer Kandidatur zu stärken und eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Dabei soll insbesondere die Bedeutung einer starken Interessenvertretung für Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen herausgestellt werden.
Hierzu möchten wir auf ein „Erklär-Video“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Inklusionsämter und Hilfen der Sozialen Entschädigung (BIH) e. V. zum Thema „Lass' dich aufstellen für die SBV-Wahl“ verlinken:
https://www.youtube.com/watch?v=F2H8z1DMiBk
Breiten Raum nahm zudem die Umsetzung der Bundespolizei-Inklusionsvereinbarung ein. Die Teilnehmer tauschten ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichen Dienststellen aus und bewerteten die bisherigen Fortschritte bei der praktischen Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen. Positiv hervorgehoben wurde insbesondere die zunehmende Sensibilisierung für die Belange von Beschäftigten mit Behinderung sowie erste Verbesserungen bei der Barrierefreiheit und der Beteiligung der Schwerbehindertenvertretungen in Personalangelegenheiten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es weiterhin Handlungsbedarf gibt – unter anderem bei der einheitlichen Umsetzung in allen Dienststellen, der frühzeitigen Einbindung der SBV sowie bei technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Barrierefreiheit.
Die Teilnehmer betonten die Bedeutung einer starken Interessenvertretung sowie einer modernen und inklusiven Gewerkschaftsarbeit innerhalb der Bundespolizei.