DPolG Bundespolizei fordert eine zukunftsfähige Unterbringung – Bezirksvorsitzender Hauke Reetz setzt sich für eine Lösung am Hauptbahnhof ein.
Seit Jahrzehnten arbeitet die Bundespolizei am Bochumer Hauptbahnhof unter räumlichen Bedingungen, die den heutigen Anforderungen längst nicht mehr gerecht werden. Mehr Personal, zusätzliche Aufgaben und gestiegene Anforderungen an die Eigensicherung treffen auf eine Dienststelle, deren räumliche Möglichkeiten seit Jahren unzureichend sind.
Darüber berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) in ihrer Ausgabe vom 4. November 2026.
Unser Vorsitzender des Bezirksverbandes NRW, Hauke Reetz, kennt die Situation aus eigener Erfahrung. Er war selbst im Bundespolizeirevier Bochum eingesetzt und setzt sich seit Langem für eine Verbesserung der Unterbringung ein.
Fehlende Räume sind kein Dauerzustand
Die derzeitige Situation ist aus unserer Sicht nicht länger hinnehmbar. Es fehlen unter anderem ein gesonderter Asservatenraum, geeignete Räumlichkeiten für erkennungsdienstliche Maßnahmen und ein eigener Durchsuchungsraum. Selbst Sicherheitstechnik muss aus Platzmangel im Wachraum untergebracht werden.
Auch die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin bestätigt gegenüber der WAZ, dass die derzeit genutzten Flächen für die Aufgabenwahrnehmung nicht ausreichend sind.
Für uns steht fest: Wer täglich für die Sicherheit der Reisenden und Beschäftigten am Bahnhof sorgt, muss selbst unter sicheren und funktionalen Bedingungen arbeiten können.
Eine Chance, die nicht ungenutzt bleiben darf
Mit der seit längerer Zeit leer stehenden ehemaligen McDonald's-Filiale am Bochumer Hauptbahnhof könnte sich nun eine Möglichkeit eröffnen, die räumliche Situation entscheidend zu verbessern.
Allerdings ist dafür eine tragfähige Lösung erforderlich. Nach Einschätzung unseres Bezirksvorsitzenden werden allein im Erdgeschoss rund 200 Quadratmeter benötigt, um die notwendigen Funktionsbereiche einschließlich Wachraum, Schleuse und Gewahrsamsbereich unterzubringen.
Eine bloße Verlagerung in andere, ebenfalls zu kleine Räumlichkeiten wäre keine nachhaltige Verbesserung.
Hauke Reetz wendet sich an den Oberbürgermeister
Um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, hat sich Hauke Reetz bereits schriftlich an den Bochumer Oberbürgermeister Jörg Lukat gewandt.
Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Bundespolizei, der Deutschen Bahn und der Stadt Bochum eine langfristige und praktikable Lösung zu ermöglichen.
Dabei geht es nicht allein um die Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen. Eine leistungsfähige Bundespolizei gehört unmittelbar an einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt wie den Bochumer Hauptbahnhof.
Sollte eine geeignete Unterbringung am Bahnhof nicht möglich sein, könnte perspektivisch eine Verlagerung in das Stadtgebiet erforderlich werden. Genau das gilt es aus unserer Sicht nach Möglichkeit zu vermeiden.
Unsere Forderung ist eindeutig
Wir erwarten, dass die laufenden Abstimmungen konsequent vorangetrieben und die notwendigen räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden.
Die Kolleginnen und Kollegen erfüllen ihre Aufgaben trotz der schwierigen Bedingungen zuverlässig und professionell. Diese Einsatzbereitschaft darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die vorhandenen Räumlichkeiten den Anforderungen nicht mehr entsprechen.
Eine moderne Bundespolizei braucht moderne und sichere Dienststellen. Das gilt auch und gerade für den Hauptbahnhof Bochum.
Wir als DPolG Bundespolizei werden uns gemeinsam mit unserem Bezirksverband NRW weiterhin dafür einsetzen, dass aus den bisherigen Überlegungen endlich eine tragfähige Lösung wird.
Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), 4. November 2026, „Zu klein, zu eng – Bundespolizei hat im Hauptbahnhof ein massives Platzproblem“.