Drohnenabwehr: Moderne Technik muss jetzt beschafft werden
DPolG Bundespolizei fordert nach den Vorfällen am Flughafen Leipzig/Halle konsequentes Handeln
Die Bedrohung durch Drohnen über Flughäfen und anderen sensiblen Einrichtungen ist längst keine abstrakte Gefahr mehr. Nach den Vorfällen am Flughafen Leipzig/Halle fordert die DPolG schnelle und konkrete Entscheidungen: Moderne Drohnenabwehrtechnik, die bereits verfügbar ist, muss jetzt beschafft und an besonders gefährdeten Standorten eingesetzt werden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat angekündigt, die Drohnenabwehr in Deutschland stärken zu wollen. Die DPolG bewertet diesen Schritt grundsätzlich positiv. Entscheidend ist aus Sicht der DPolG Bundespolizei jedoch, dass aus Ankündigungen jetzt konkrete Maßnahmen werden.
„Der Vorstoß des Bundesinnenministers geht in die richtige Richtung. Die Bundesregierung muss ihren Ankündigungen nun aber auch Taten folgen lassen und die notwendigen Maßnahmen auch in den anstehenden Haushaltsberatungen konsequent berücksichtigen. Wer einen wirksamen Schutz vor Drohnenangriffen fordert, muss moderne Technik bereitstellen.“ — Manuel Ostermann, Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizei |
Für die Bundespolizei bedeutet eine wirksame Drohnenabwehr vor allem eines: Die Einsatzkräfte müssen in die Lage versetzt werden, Gefahren frühzeitig zu erkennen und darauf unmittelbar reagieren zu können. Dafür braucht es moderne technische Systeme, aber ebenso ausreichend Personal und eindeutig geregelte Zuständigkeiten.
Sicherheit darf nicht kaputtgespart werden.
Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Gefährdungslage wären Einsparungen bei den Sicherheitsbehörden das falsche Signal. Moderne Technik kann Einsatzkräfte unterstützen und ihnen wichtige Informationen liefern – sie ersetzt aber keine gut ausgestatteten und ausreichend besetzten Sicherheitsbehörden.
Auch DPolG-Bundesvorsitzender Heiko Teggatz fordert deshalb eine schnelle Beschaffung bereits verfügbarer Systeme.
„Die erforderlichen Systeme müssen nicht erst erfunden werden. Andere Staaten setzen bereits erfolgreich Technologien ein, die Drohnen frühzeitig erkennen, identifizieren und wirksam abwehren können. Deutschland darf hier nicht länger hinterherlaufen, die Technik ist vorhanden. Sie muss jetzt beschafft und an den besonders gefährdeten Standorten eingesetzt werden.“ — Heiko Teggatz, DPolG-Bundesvorsitzender |
Dabei geht es nicht nur um Flughäfen. Auch Seehäfen, Bahnanlagen und andere Kritische Infrastrukturen müssen wirksam geschützt werden. Bund und Betreiber Kritischer Infrastrukturen müssen gemeinsam in moderne Erkennungs- und Abwehrsysteme investieren. Gleichzeitig braucht es klare und zentrale Zuständigkeiten.
„Die aktuelle Bedrohungslage verträgt kein Kompetenzwirrwarr. Wenn gefährliche Drohnen über sensiblen Einrichtungen auftauchen, müssen Zuständigkeiten eindeutig geregelt sein. Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Wer handeln muss, muss auch handeln dürfen.“ — Heiko Teggatz, DPolG-Bundesvorsitzender |
Jetzt handeln statt weiter abwarten
Die DPolG Bundespolizei erwartet deshalb, dass die angekündigten Maßnahmen schnell umgesetzt und in den anstehenden Haushaltsberatungen finanziell hinterlegt werden. Die Technik ist vorhanden. Die Gefahrenlage ist bekannt. Jetzt braucht es politische Entscheidungen und die notwendigen Mittel.
Für die DPolG Bundespolizei ist klar: Wer wirksame Drohnenabwehr will, muss den Einsatzkräften auch die notwendigen technischen und personellen Möglichkeiten dafür geben.
